Ewiges Terrarium – Die 10 häufigsten Fragen

Wenn du zum ersten Mal von ewigen Terrarien gehört hast und nun selbst eins bauen möchtest, stellst du dir sicher ein paar Fragen. Damit du alle Antworten für ein ewiges Terrarium schnell findest, habe ich hier die 10 häufigsten Fragen kurz beantwortet. Beachte, dass ewige Terrarien viel detailreicher sind, als du anfangs vielleicht denken magst und daher nicht alle Antworten ins tiefe Detail gehen. Ich habe dir aber mehr Ressourcen unter den Antworten verlinkt, bei denen du direkt weiterlesen kannst.

1. Wie lange hält ein ewiges Terrarium?

Der Name gibt das hier eigentlich schon preis. Wenn du dich richtig um dein ewiges Terrarium kümmerst und alle Begebenheiten darin optimal erfüllst, hält es wirklich ewig. Wenn die Wasser-, Sauerstoff- und Nährstoffzyklen in einem ewigen Terrarium alle erfüllt sind, wird es immer genügend Ressourcen geben, um das Leben darin aufrecht zu erhalten.

Das älteste, ewige Terrarium der Welt gehört David Latimer of England. Er baute es bereits 1960, womit es heute bereits 61 Jahre alt ist. In all der Zeit hat er sein ewiges Terrarium nie geöffnet und es sprießt trotzdem noch vor sich hin. Falls dem ewigen Terrarium nichts passiert und es weiterhin dort steht, wo es auch bisher stand, wird es ewig halten.

2. Wie funktioniert ein ewiges Terrarium?

Ein ewiges Terrarium funktioniert aufgrund der drei Zyklen, die ich eben schon genannt habe. Diese sind der Wasserzyklus, der Sauerstoffzyklus und der Nährstoffzyklus. Diese sorgen dafür, dass sich die anfänglichen Begebenheiten in einem ewigen Terrarium immer wieder neu Formen. Dadurch kann sich ständig neues Leben bilden.

Wichtig dabei ist, dass das Gefäß für das ewige Terrarium auch wirklich luftdicht verschlossen ist. Sonst wird auf Dauer Wasser entkommen und den Wasserzyklus unterbrechen. Ohne eine stetige Zufuhr neuen Wassers brechen auch die anderen beiden Zyklen zusammen. Falls du den Link oben nicht schon angeklickt hast, kannst du hier im Detail lesen, wie ein ewiges Terrarium funktioniert.

Der Sauerstoffzyklus in einem Terrarium mit Tieren
Sauerstoffzyklus in einem Terrarium mit Tieren

3. Wie baut man ein ewiges Terrarium?

Ein ewiges Terrarium zu bauen, ist wirklich nicht schwierig. Im Prinzip brauchst du nur ein luftdichtes Gefäß, ein paar Steine, etwas Erde, Wasser und Pflanzen. Aus diesen Materialien bastelst du dir einen doppelten Boden, ein lockeres Substrat und schließlich eine schöne kleine Welt.

Anders als bei normalen Töpfen oder Terrarien musst du hier allerdings drauf achten, dass du alle Begebenheiten direkt beim ersten Versuch hinkriegst. Das Glas verschließt du ja und willst es auch nicht mehr öffnen. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein ewiges Terrarium.

4. Muss man ein ewiges Terrarium pflegen?

Nein, eigentlich muss man ein ewiges Terrarium nicht pflegen. Damit eignet es sich perfekt für Menschen, die keinen grünen Daumen haben. Sobald du das Glas verschließt, bildet sich in einem ewigen Terrarium ein Ökosystem, was im besten Falle stabil ist und dann auch ewig am Leben bleiben wird.

Es kann allerdings sein, dass du dein ewiges Terrarium irgendwann mal putzen willst. Auf Dauer werden die Pflanzen und Tiere Dreck an den Wänden hinterlassen. Es werden sich Algen bilden, die dir die Sicht erschweren. Zum Glück gibt es Tipps und Tricks, um ein ewiges Terrarium zu reinigen.

Grüne Algen am Glas
Grüne Algen und andere Verschmutzungen am Glas

5. Welche Pflanzen eignen sich für ein ewiges Terrarium?

Prinzipiell eignen sich für ewige Terrarien alle Pflanzen, deren natürliche Umgebung du nachbilden kannst. Dabei gibt es einfachere Pflanzen, wie Moos, oder auch schwierigere Pflanzen, wie Orchideen oder fleischfressende Pflanzen. Besonders Orchideen sind schwierig in der Haltung, aber unmöglich ist es nicht.

Hier sind Beispiele für geeignete Pflanzen für ewige Terrarien.

Zusätzlich findest du hier Ideen, wie du Orchideen in ewigen Terrarien präsentieren kannst.

6. Welche Tiere eignen sich für ein ewiges Terrarium?

Auch hier kommen eine Vielzahl an Kandidaten in Betracht. Da ewige Terrarien im Normalfall deutlich kleiner sind als normale Terrarien, kommen größere Tiere wie Eidechsen oder Frösche auf keinen Fall infrage. Du kannst dort nicht direkt eingreifen und merkst auch nicht rechtzeitig, wenn zu wenig Sauerstoff da ist.

Infrage kommen allerdings kleine Insekten, wie Käfer, aber auch Spinnen, Schnecken und Würmer. Zwei Tierchen, die perfekt für ewige Terrarien sind (aber tatsächlich keine Insekten sind), sind Springschwänze und Kellerasseln. Beide ernähren sich von Pflanzenabfällen und sind so die perfekte Aufräum-Crew für dein ewiges Terrarium.

Hier findest du 5 Arten von Tieren für ein ewiges Terrarium. Zusätzlich gibt es hier auch einen Artikel über Springschwänze und einen Artikel über Kellerasseln.

Ewiges Terrarium Springschwänze
Springschwänze. Quelle: AJC1, CC-BY SA 2.0

7. Worin unterscheiden sich ewiges Terrarium und Flaschengarten?

Die beiden Begriffe ewiges Terrarium und Flaschengarten werden häufig benutzt und sind meist synonym zu verstehen. Sie beziehen sich beide auf verschlossene Gefäße mit Pflanzen darin. In Deutschland ist der Begriff Flaschengarten deutlich verbreiteter. Das ewige Terrarium hat erst 2016 durch den YouTuber SlivkiShow an Bedeutung gewonnen.

Ich persönliche rede eigentlich nur von Flaschengärten, wenn es auch wirklich eine Flasche als Gefäß ist. Das ist aber nur persönliche Präferenz.

Über die Herkunft der Begriffe ewiges Terrarium und Flaschengarten, den Wardschen Kasten und weitere Begriffe wie Hermetosphäre und Biotop kannst du hier ebenfalls mehr erfahren.

8. Wo ist der Unterschied zu einem normalen Terrarium?

Der Unterschied zu einem normalen Terrarium besteht darin, dass ein ewiges Terrarium verschlossen ist und man sich nach dem anfänglichen Aufbau im besten Falle gar nicht mehr darum kümmern muss. Das führt allerdings auch dazu, dass die meisten ewigen Terrarien Pflanzenterrarien sind und man wenn dann nur kleine Insekten beobachten kann.

Sie eignen sich aufgrund der geringen Pflege allerdings auch super für Leute mit wenig Zeit oder solche, die allein zuhause leben.

9. Sollte man fertige, ewige Terrarien kaufen?

Ob man ein ewiges Terrarium selbst baut oder es fertig kauft, ist totale Geschmackssache. Dennoch haben beide Varianten ihre Vor- und Nachteile. Einerseits erlauben einem selbstgebastelte, ewige Terrarien natürlich eine viel höhere Flexibilität in Sachen Kreativität, andererseits muss man sich allerdings auch alles selbst überlegen.

Fertige, ewige Terrarien bekommt man meist als Komplettset oder muss sie nur noch bepflanzen. Das nimmt einem zwar viel Überlegung weg, allerdings auch Kreativität. Nichtsdestotrotz eignen sie sich gut als Geschenke oder für den Zeitvertreib zwischendurch. Hier findest du eine ganze Diskussion, ob man ewige Terrarien fertig kaufen sollte.

Hier ist außerdem noch ein Review für die Ecoworld Jungle-Biosphäre, falls du direkt ein fertiges Terrarium ansehen willst.

10. Wie viel Wasser braucht ein ewiges Terrarium?

Die Menge an Wasser ist absolut entscheidet für ein ewiges Terrarium und wird auf lange Sicht dafür sorgen, ob es überlebt oder nicht. Die exakte Menge kommt ganz auf die Größe deines Gefäßes und die Menge deiner Pflanzen an. Zwar kann man das pauschal nicht festlegen, aber zum Glück gibt es auch dafür ein paar Tricks.

Ein ideal gewässertes, ewiges Terrarium ist morgens beschlagen und nachmittags augenscheinlich relativ trocken. Wie du mit diesem Anhaltspunkt die richtige Menge an Wasser für ein ewiges Terrarium schaffst, kannst du hier ebenfalls lesen.

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